Ein Magnetwellenstuhl nutzt hochfrequente elektromagnetische Impulse, um die Nerven im Beckenboden zu stimulieren. Diese Impulse durchdringen Kleidung und Haut und lösen unwillkürliche Muskelkontraktionen in allen drei Schichten der Beckenbodenmuskulatur aus.
Anders als beim klassischen Training, bei dem die Muskulatur bewusst angespannt werden muss, übernimmt der Stuhl diese Aktivierung.
Der zentrale Vorteil liegt darin, dass auch Menschen profitieren können, die ihren Beckenboden nicht spüren oder nicht gezielt ansteuern können. Diese Schwierigkeit betrifft viele Betroffene, da es sich um tiefliegende Muskulatur handelt, die im Alltag kaum bewusst wahrgenommen wird.
Eine Sitzung dauert etwa 28 Minuten und umfasst bis zu 12.000 Muskelkontraktionen. Empfohlen werden in der Regel zwei Sitzungen pro Woche über mehrere Wochen, um nachhaltige Effekte zu erzielen.
Beckenbodenstühle sind seit mehreren Jahren in physiotherapeutischen Praxen, Gesundheitszentren und spezialisierten Studios im Einsatz. Ihre Beliebtheit erklärt sich durch die einfache Anwendung, die hohe Intensität der Muskelaktivierung und die Tatsache, dass keine aktive Mitarbeit erforderlich ist.