STUDIENBASIERTE ERGEBNISSE ZU HOCHINTENSIVER, FOKUSSIERTER ELEKTROMAGNETISCHER STIMULATION
Wissenschaftlich untersucht.
International belegt.
Die pulsierende Magnetstimulation wird weltweit in klinischen Studien erforscht. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse für Sie zusammengefasst.
* Samuels et al., 2019 – klinische Studie, n=75, Selbstbericht per validiertem Fragebogen (ICIQ‒SF).
** Lim et al., 2017 – randomisierte, doppelblinde, sham‒kontrollierte Studie, n=120.
*** Basierend auf der Gesamtauswertung aller referenzierten Studien.
Alle Ergebnisse beziehen sich auf die Technologie der pulsierenden Magnetstimulation im Allgemeinen, nicht auf ein spezifisches Gerät. Individuelle Ergebnisse können abweichen. Vollständiger Hinweis
WISSENSCHAFTLICHER HINTERGRUND
Was ist pulsierende Magnetstimulation?
Die pulsierende Magnetstimulation – international auch als funktionelle Magnetstimulation (FMS), Repetitive Periphere Muskelstimulation (RPMS) oder Pulsierende Magnetstimulation (PMS) bezeichnet – ist eine nicht-invasive Methode zur gezielten Aktivierung tieferliegender Muskelgruppen. In der internationalen Fachliteratur finden sich weitere Bezeichnungen wie HIFEM oder HI-EMP. Die Methode wird in Forschung und klinischer Praxis eingesetzt, um insbesondere die Beckenboden- und angrenzende Muskulatur anzusprechen.
Internationale Expertengremien werten kontinuierlich wissenschaftliche Publikationen aus und stellen aktuelle, systematische Ergebnisse zur Verfügung. Sie dienen als Grundlage für vielfältige Anwendungen der pulsierenden Magnetstimulation in Prävention und Training.
Die hier dargestellten Ergebnisse beziehen sich auf die Technologie der pulsierenden Magnetstimulation im Allgemeinen und nicht auf ein spezifisches Gerät. Die referenzierten Studien wurden mit verschiedenen Geräten unterschiedlicher Hersteller durchgeführt. Individuelle Ergebnisse können abweichen.
STUDIENBASIERTE ERGEBNISSE
Ergebnisse aus der Forschung
0%
KERNERGEBNIS
der Frauen spürten deutlich weniger Beschwerden – schon nach 6 Sitzungen.
Ergebnisse im Detail
Inkontinenz bedeutet ungewollten Urinverlust – beim Husten, Niesen, Lachen oder Sport. Der ICIQ-SF ist der internationale Standard-Fragebogen, mit dem Häufigkeit, Stärke und Alltagsbelastung gemessen werden. Die Studie misst also nicht nur, ob es den Teilnehmerinnen besser geht, sondern wie viele am Ende ohne Einlagen auskommen.
Samuels et al., Lasers in Surgery and Medicine, 2019
SYMPTOMSCHWERE IM ALLTAG
-0%ICIQ-SF Score
Belastung mehr als halbiert – die Wirkung nahm nach Therapieende sogar noch zu.
EINLAGEN PRO TAG
-0% nach 3 Monaten
Von 2,5 auf 1,2 Einlagen täglich – 44 % brauchten gar keine Einlagen mehr.
VOLLSTÄNDIG SYMPTOMFREI
0% nach 3 Monaten
Ein Drittel der Frauen war drei Monate nach Behandlungsende komplett beschwerdefrei.
Studien-Steckbrief
Studienart
klinische Studie
Teilnehmer
75 Frauen (22–89 Jahre) mit Stress-, Drang- oder Mischinkontinenz
Endpunkt
Symptomschwere (ICIQ-SF), Einlagenverbrauch, Lebensqualität, Verträglichkeit
Protokoll
6 Sitzungen à 28 Minuten über 3 Wochen
Beobachtung
bis 3 Monate nach Behandlungsende
Quelle
Samuels et al., Lasers in Surgery and Medicine, 2019
0%
KERNERGEBNIS
der Teilnehmerinnen erreichten den Normalbereich der Sexualfunktion – 3 Monate nach Behandlungsende.
Ergebnisse im Detail
Eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur kann das sexuelle Empfinden, das Verlangen und die Orgasmusfähigkeit beeinträchtigen. Der FSFI ist der internationale Standard-Fragebogen zur Sexualfunktion und erfasst sechs Dimensionen – ab 26,55 Punkten gilt sie als normal. Die Studie zeigt, wie viele Teilnehmerinnen diese Schwelle nach dem Training überschritten.
Hlavinka et al., Journal of Women's Health Care, 2019
SEXUELLES VERLANGEN & ZUFRIEDENHEIT
Lust und allgemeine Zufriedenheit stiegen deutlich – der größte Effektbereich der Studie.
ORGASMUSFÄHIGKEIT
Hinweis auf gesteigerte Muskelaktivität und Sensibilität im Beckenboden.
SEXUALFUNKTION GESAMT (FSFI)
20,1
→
30,7
Klinische Schwelle bei 26,55 Punkten – nach 3 Monaten lagen alle Teilnehmerinnen darüber.
Studien-Steckbrief
Studienart
Pilotstudie
Teilnehmer
30 Frauen mit eingeschränkter Sexualfunktion (FSFI < 26,55)
Endpunkt
Sexualfunktion (Female Sexual Function Index, FSFI)
Protokoll
6 Sitzungen à 28 Minuten über 3 Wochen
Beobachtung
bis 3 Monate nach Behandlungsende
Quelle
Hlavinka et al., Journal of Women's Health Care, 2019
0%
KERNERGEBNIS
der Männer hatten auch 3 Monate später noch eine spürbar bessere Erektionsfunktion.
Ergebnisse im Detail
Eine kräftige Beckenbodenmuskulatur ist beim Mann mitentscheidend für Härte und Dauer der Erektion. Der IIEF misst die Erektionsfunktion auf einer Punkteskala – ab 26 Punkten gilt sie als normal. Der EHS-Wert bewertet zusätzlich die Erektionshärte von 0 bis 4, wobei ein Wert ab 3 als ausreichend für Geschlechtsverkehr gilt.
Mondaini et al., Archivio Italiano di Urologia e Andrologia, 2025
EREKTIONSFUNKTION (IIEF)
22,6
→
26,4
über Norm
Von leichter Erektionsstörung zurück in den Normalbereich – klinische Schwelle bei 26 Punkten.
EREKTIONSHÄRTE (EHS-SKALA 0–4)
2,7
→
3,4
über Penetrationsschwelle
Ab Wert 3 gilt die Erektion als ausreichend fest für Geschlechtsverkehr.
ANHALTENDE WIRKUNG
0/ 10 Männer
berichteten auch 3 Monate nach Behandlungsende noch über eine bessere Erektionsfunktion.
Studien-Steckbrief
Studienart
klinische Studie
Teilnehmer
40 Männer (Ø 43 Jahre) mit erektiler Dysfunktion
Endpunkt
Erektionsfunktion (IIEF-Score), Erektionshärte (EHS)
Protokoll
4 Wochen Training, 2 Sitzungen pro Woche
Beobachtung
bis 3 Monate nach Behandlungsende
Quelle
Mondaini et al., Archivio Italiano di Urologia e Andrologia, 2025
KERNERGEBNIS
0Monate
lang hielt die Wirkung an – bei 68–75 % der Frauen war die Symptomreduktion auch nach über einem Jahr noch deutlich spürbar.
Ergebnisse im Detail
Diese Studie folgt dem Goldstandard der klinischen Forschung: Die Gruppenzuteilung erfolgte zufällig, weder Teilnehmerinnen noch Behandler wussten, wer die echte Behandlung bekam – damit lassen sich Erwartungseffekte ausschließen. Verfolgt wurde die Wirkung über 14 Monate.
Lim et al., Journal of Urology, 2017
KURZFRISTIGE WIRKUNG
3 von 4 Frauen erreichten direkt nach Therapieende eine deutliche Symptomreduktion.
STABILITÄT NACH 14 MONATEN
Anteil schwankt je nach Sitzungsumfang – auch über ein Jahr nach Behandlungsbeginn stabil.
STUDIENQUALITÄT
Goldstandard
Randomisiert, doppelblind, sham-kontrolliert – höchste klinische Evidenzstufe.
Studien-Steckbrief
Studienart
randomisierte, doppelblinde, sham-kontrollierte Studie (RCT)
Teilnehmer
120 Frauen ab 21 Jahren mit Belastungsinkontinenz
Endpunkt
Symptomschwere (ICIQ-UI SF), Responderrate
Protokoll
16 Sitzungen über 2 Monate (2×/Woche), optional 16 weitere
Beobachtung
bis 14 Monate nach Therapiebeginn
Quelle
Lim et al., Journal of Urology, 2017
0%
KERNERGEBNIS
weniger Beschwerden nach 6 Sitzungen – ein Drittel der Männer wurde wieder vollständig kontinent.
Ergebnisse im Detail
Nach einer Prostata-Operation leiden viele Männer unter ungewolltem Urinverlust – Folge einer geschwächten Beckenbodenmuskulatur und Veränderungen am Schließmuskel. Nicht-invasive Therapieoptionen waren bislang begrenzt. Die Studie misst über den ICIQ-SF-Fragebogen, wie stark die Symptome zurückgehen.
Tosun et al., Therapeutics and Clinical Risk Management, 2025
SYMPTOMSCHWERE IM ALLTAG
-0%nach 1 Monat
Bereits nach 6 Sitzungen mehr als halbiert (−53 %) – Wirkung verstärkte sich weiter.
OHNE EINLAGEN
Fast jeder zweite Mann brauchte nach 1 Monat keine Einlagen mehr.
WIEDER VOLLSTÄNDIG KONTINENT
Ein Drittel der Männer hatte am Ende keinen unkontrollierten Urinverlust mehr.
Studien-Steckbrief
Studienart
prospektive klinische Studie
Teilnehmer
27 Männer (Ø 68 Jahre) mit anhaltender Inkontinenz nach radikaler Prostatektomie
Endpunkt
Symptomschwere (ICIQ-SF), täglicher Einlagenverbrauch
Protokoll
6 Sitzungen à 28 Minuten (2×/Woche)
Beobachtung
bis 1 Monat nach Behandlungsende
Quelle
Tosun et al., Therapeutics and Clinical Risk Management, 2025
KERNERGEBNIS
+0%
stärkere Aktivität der Beckenbodenmuskulatur – objektiv per Muskelmessung bestätigt.
Ergebnisse im Detail
Eine vaginale Geburt belastet den Beckenboden stark – die Folgen reichen von ungewolltem Urinverlust bis zum Senkungsgefühl. Die Studie misst, wie gut sich der Beckenboden nach der Geburt durch hochintensive Magnetfeldstimulation wiederherstellen lässt. Das EMG misst die Muskelaktivität objektiv über elektrische Signale, der PFIQ-7-Fragebogen erfasst, wie stark die Beschwerden den Alltag einschränken.
Silantyeva et al., Sexual Medicine, 2020
BECKENBODEN-AKTIVITÄT WIEDERHERGESTELLT
Die Muskelaktivität stieg deutlich – objektiv belegt durch elektrische Messung direkt am Muskel.
WENIGER BESCHWERDEN IM ALLTAG
-0%nach 1 Monat
Typische postnatale Beschwerden wie Druck- oder Senkungsgefühl, ungewollter Urinverlust und Belastung beim Heben gingen deutlich zurück.
MAGNETFELD WIRKSAMER ALS EMS
Im Vergleich zu klassischer Elektrostimulation erreichten die Frauen annähernd doppelt so starke Verbesserungen.
Studien-Steckbrief
Studienart
kontrollierte Vergleichsstudie mit drei Gruppen (elektromagnetische Stimulation, Elektrostimulation, Kontrolle)
Teilnehmer
95 Frauen nach der Geburt mit Beckenbodenschwäche (50 / 25 / 20 je Gruppe)
Endpunkt
Beckenbodenaktivität per Oberflächen-EMG
(maximale Willkürkontraktion, Ausdauer, Ruheaktivität) sowie Lebensqualität per PFIQ-7
Protokoll
10 Sitzungen; elektromagnetische Gruppe 2–3×/Woche, Elektrostimulation jeden zweiten Tag
Beobachtung
Auswertung von Ausgangswert bis nach Abschluss aller Sitzungen (kein Langzeit-Follow-up berichtet)
Quelle
Silantyeva et al., Sexual Medicine, 2020
Ergebnisse im Detail
Magnetfeld- und Elektrostimulation gehören zu den verbreitetsten Beckenboden-Trainingsmethoden – diese Studie vergleicht beide direkt. Der 3D-Ultraschall macht sichtbar, wie sich die Beckenboden-Struktur verändert: Eine kleinere Hiatalöffnung bedeutet mehr Muskelspannung und bessere Stabilität für Blase, Gebärmutter und Darm.
Silantyeva et al., Female Pelvic Medicine & Reconstructive Surgery, 2021
BECKENBODEN-BESCHWERDEN (PFDI-20)
Fast dreimal stärkere Verbesserung – das größte Aussage-Verhältnis der gesamten Übersicht.
WENIGER URINVERLUST
2,8× stärkerer Rückgang beim Husten, Niesen, Sport – im Direktvergleich gemessen.
STRUKTURELLE VERÄNDERUNG (3D-ULTRASCHALL)
Beckenboden enger und stabiler – objektiv sichtbar nur in der Magnetfeldgruppe.
Studien-Steckbrief
Studienart
vergleichende klinische Studie mit 3 Gruppen
Teilnehmer
95 Frauen mit geschwächtem Beckenboden nach vaginaler Geburt
Endpunkt
Beckenbodenstruktur (3D-Ultraschall), Symptomlast (PFDI-20), subjektive Beschwerden
Protokoll
identisches Behandlungsprotokoll für beide Methoden
Beobachtung
Auswertung nach Behandlungsabschluss
Quelle
Silantyeva et al., Female Pelvic Medicine & Reconstructive Surgery, 2021
FORSCHUNGSQUALITÄT
Methodik & Studienqualität
Randomisierte, kontrollierte Studien (RCTs)
Die in unserem Studienüberblick zusammengefassten Untersuchungen umfassen:
Doppelblinde, sham-kontrollierte Designs
Meta-Analysen und systematische Übersichtsarbeiten
Langzeit-Follow-ups bis zu 14 Monate
Prospektive Studien mit objektiven Messverfahren (3D-Ultraschall, Urodynamik)
Die Studien wurden in internationalen, peer-reviewed Fachzeitschriften veröffentlicht.
SICHERHEIT
Sicherheitsprofil
In keiner der von uns ausgewerteten Studien wurden schwerwiegende Nebenwirkungen berichtet. Vereinzelt traten leichte Begleiterscheinungen wie vorübergehende Muskelermüdung auf. Die Anwendung wurde von den Teilnehmenden in den Studien überwiegend als gut verträglich und komfortabel beschrieben. Ob die Methode für Sie persönlich geeignet ist, sollte individuell mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprochen werden.
Wichtige Hinweise
Technologiebezug:
Die auf dieser Seite dargestellten Informationen basieren auf internationalen wissenschaftlichen Studien zur pulsierenden Magnetstimulation (auch bekannt als funktionelle Magnetstimulation, RPMS oder HIFEM). Alle Aussagen beziehen sich ausschließlich auf die Technologie im Allgemeinen und nicht auf ein spezifisches Gerät oder Produkt. Die referenzierten Studien wurden mit verschiedenen Geräten unterschiedlicher Hersteller durchgeführt. Eine direkte Übertragbarkeit der Ergebnisse auf einzelne Produkte kann je nach Konstruktion, Anwendung und Parametern variieren.
Studienergebnisse:
Die genannten Zahlen und Ergebnisse stammen aus den jeweiligen publizierten Studien und geben deren Befunde wieder. Sie stellen keine Garantie für einen bestimmten individuellen Behandlungserfolg dar. Individuelle Ergebnisse können abweichen.
Keine medizinische Beratung:
Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der fachlichen Information und stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Die Anwendung sollte nur nach individueller Beratung durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.
Quellen (Auswahl)
Samuels et al., 2019 | Lim et al., 2017 | Long et al., 2024 | Tosun et al., 2025 | Xu et al., 2023 | Silantyeva et al., 2020
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